Warframe-Guide: Gara, Khora und Revenant im Check

Warframe-Guide: Gara, Khora und Revenant im Check

Einen Warframe auszuwählen, ist nie so einfach, wie sich im Arsenal einfach den zu schnappen, der am coolsten aussieht. Der neueste Teil von Massively Overpowereds langlebiger Frame-Reihe "Warframe of Mind" führt das erneut vor Augen und markiert zugleich einen Meilenstein: Der Kolumnist hat die Hälfte des kompletten Frame-Überblicks nun offiziell hinter sich.

Diese Folge widmet sich drei Frames, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Gara, Khora und Revenant. Die eine ist ein Prisma, das alles kann, die andere je nach Build entweder eine Allrounderin oder die beste Farmerin im Spiel, und der dritte ist eine Abrissbirne, die genau eine Sache sehr gut beherrscht.

Vorab noch eine kurze organisatorische Anmerkung. Excalibur Umbra bekommt in der Reihe weiterhin keinen eigenen Eintrag. Der Autor sieht in ihm im Grunde einen Excalibur Prime für Spieler, die nicht an Excalibur Prime kommen, und räumt ein, dass der Abstand zwischen beiden größer ist als sonst. Das könnte sich ändern, falls irgendwann weitere Umbra-Frames erscheinen, vorerst bleibt er aber Teil des früheren Excalibur-Beitrags.

Gara: Ein Frame für fast jede Aufgabe

Gara ist ein wenig eigenartig aufgebaut, doch laut der Kolumne spielt ihr genau das in die Karten. Sie ist von Natur aus widerstandsfähig und fühlt sich in der Verteidigung wohl. Ihre eigentliche Schwäche ist die Energie. Wer stark auf ihre Fähigkeiten setzt, hat kaum eine gute Möglichkeit, ihren Vorrat aufzufüllen. Es gibt zwar Lösungen, doch keine davon ist ein klarer Gewinner. Selbst die beste, ihre Augment-Mod für Spectrophage, wird lediglich als "ganz okay" statt als gut beschrieben.

Das fällt bei ihr stärker ins Gewicht als bei manch anderem Frame, denn Gara ist keine starke Waffenplattform. Sie will Probleme mit ihren Fähigkeiten lösen, nicht mit ihren Knarren.

Die gute Nachricht: Ihre Fähigkeiten greifen gut ineinander. Splinter Storm allein erhöht schon ihre Überlebensfähigkeit und ihren Schaden. Kombiniert man das mit dem Blendeffekt ihrer passiven Fähigkeit, lassen sich große Gegnergruppen deutlich leichter in Schach halten, als man vielleicht erwarten würde. Dieses Zusammenspiel eröffnet gleich mehrere Builds. Man kann sie zum Tank machen, zum Unterstützer-Frame oder zur Top-Wahl für Verteidigungsmissionen.

Die Kolumne ordnet Gara eher in die Kategorie "kann vieles" ein als in "kann eine Sache brillant". Es gibt Missionen, in denen sie glänzt, aber nur sehr wenige, in denen sie gar nichts beizutragen hat. Eine gut gebaute Gara hat sogar in den meisten Bosskämpfen etwas in petto.

Khora: Königin des Farmens oder etwas ganz anderes

Khora ist ein seltsamerer Fall. Sie kann ein breit aufgestellter Allzweck-Frame oder ein hochspezialisiertes Werkzeug sein, und was man bekommt, hängt ganz vom Build ab.

Die zentrale These ist gewagt: Khora ist wohl der beste Farming-Frame in Warframe. Richtig eingestellt und an einem Engpass postiert, bleibt sie praktisch unverwundbar, während sie mit ihrer Peitsche und ihren Kuppeln Ressourcen einsammelt. Dazu ein guter Sammel-Begleiter und ihre eingebaute Katze, und laut der Kolumne kann sie die eigene Sicht aufs Materialsammeln grundlegend verändern. Außerdem harmoniert sie gut mit Nekros, dessen Herangehensweise ans Farmen ihre ergänzt.

Khora muss aber keine Farmerin sein. Verzichtet man auf die Strangledome-Tricks, wird sie deutlich aggressiver und verwandelt Engpässe in Mauern. Kein Engpass in Sicht? Mit Ensnare schafft man sich einen. Wer ihr per Subsume eine zusätzliche Fähigkeit verpasst, macht sie noch flexibler.

Der Haken ist, an sie heranzukommen. Ihre Bauteile droppen zufällig in Sanctuary Onslaught, und für den Bau braucht man Kavat Genetic Codes, die der Autor als "wahnsinnig nervig" bezeichnet. Das Fazit ist trotzdem eindeutig: Sie lohnt sich, und selbst wer sie nicht gern als Haupt-Frame spielt, sollte sie behalten.

Revenant: Ein Trick, brillant umgesetzt

Revenant ist das Gegenteil von Gara. Seine Aufgabe ist es, Räume zu verwüsten. Mit seiner zweiten und ersten Fähigkeit baut er sich eine Armee aus Dienern auf und jagt sie dann mit seiner dritten in die Luft. Wiederholen, bis nichts mehr steht. Das braucht einen Moment Anlauf, aber hat er einmal losgelegt, muss er nur selten aufhören.

Der Nachteil sind fehlende Alternativen. Diese Abfolge ist im Grunde der ganze Plan, und in Kämpfen ohne stetigen Gegnernachschub tut er sich schwer. Da das abseits einer Handvoll Bosse auf den Großteil des Spiels nicht zutrifft, ist das selten ein echtes Problem. Und eine Waffe kann man ja immer dabeihaben, auch wenn Revenant nichts tut, um sie besser zu machen.

Der Kolumnist ist kein großer Revenant-Fan, freut sich aber trotzdem immer, ihn in der Gruppe zu sehen. Zwei andere Frames wirken wie schwächere Varianten seines Kerntricks, und Nekros ist einer davon.

Unsere Einschätzung

Auffällig ist, wie stark der "beste" Frame davon abhängt, was man in Warframe eigentlich gerade macht. Gara belohnt Spieler, die einen Frame für alles wollen. Khora belohnt Spieler, die grinden. Revenant belohnt Spieler, die einfach nur schnell Räume leerfegen wollen. Gerade für Neulinge heißt das: Sich einen kleinen Stall an Frames für verschiedene Aufgaben aufzubauen, ist womöglich klüger, als dem einen perfekten Haupt-Frame hinterherzujagen.

Der Khora-Abschnitt ist derjenige, aus dem man am ehesten Konsequenzen ziehen sollte. Ein Frame, der als bester Farmer im Spiel gilt und hinter zufälligen Sanctuary-Onslaught-Drops und Kavat Genetic Codes steckt, ist eine langfristige Investition und keine schnelle Freischaltung. Mit einmaligen Inhalten wie Operation: Taubound, das am 15. Oktober startet, lohnt sich ein Blick darauf, welche Frames jetzt schon bereit sind und für welche man später mit dem Farmen beginnen möchte.

Spannend wird auch, wie die zweite Hälfte des Guides Garas Energieprobleme im Vergleich zu später erschienenen Frames bewertet und ob die Umbra-Frage irgendwann noch einmal aufgegriffen werden muss.