Warframe Operation: Taubound ab 15. Oktober, nur einmal
Warframe reist im Dezember nach Tau. Vor dem Ziel steht aber erst einmal die Reise dorthin, und Digital Extremes macht daraus ein Event, das man nur ein einziges Mal spielen kann.
Operation: Taubound startet am 15. Oktober. Die meisten Operationen im Spiel sind große, zeitlich begrenzte Events, die später oft in irgendeiner Form zurückkehren. Diese hier kommt nicht wieder. Wenn sie vorbei ist, ist sie vorbei. Wer Wert auf die Belohnungen oder die Geschichte legt oder einfach bei einem großen Moment in der Geschichte von Warframe dabei sein will, hat noch etwa eine Woche Zeit, sich vorzubereiten.
Das Tor öffnen mit Praghasa
Im Mittelpunkt der Operation steht eine ungewöhnliche Partnerschaft. Spieler arbeiten mit Praghasa zusammen, einem Flaggschiff der Sentients, um das Tor nach Tau zu öffnen. Für neuere Spieler: Die Sentients gehören seit Langem zu den gefährlichsten Gegnern im Spiel. Mit einem ihrer Schiffe gemeinsame Sache zu machen, ist also ein deutlicher Tonwechsel, noch bevor wir erfahren, was Praghasa zu sagen hat.
Und Praghasa hat durchaus etwas zu sagen. Die Operation bringt neue Hintergrundgeschichte mit, die über das Flaggschiff erzählt wird. Das dürfte Spieler ansprechen, die die Handlung von Warframe genauso aufmerksam verfolgen wie die Beute. Wie der Rest des Events ist auch diese Geschichte an diesen einen Durchlauf gebunden. Nichts deutet darauf hin, dass man sie später noch einmal so erleben kann, wie sie ursprünglich ablief.
Außerdem gibt es eine neue Quest namens Tau Prologue. Sie knüpft an das Vessel an, das Spieler derzeit im Trockendock stehen haben. Dadurch wirkt die Operation weniger wie ein Nebenevent und mehr wie die direkte Vorbereitung auf die Ankunft auf Tau im Dezember.
Moonflesh und was man dafür bekommt
Die Ressource, um die es geht, heißt Moonflesh. Spieler sammeln sie während der Operation und tauschen sie bei Praghasa gegen Belohnungen ein. Bestätigt sind folgende Gegenstände:
- Ein Legendary Core, der wertvolle Gegenstand, der den Rang einer Mod sofort auf das Maximum hebt und jede Menge Farmarbeit erspart
- Ein neues Syandana, eines der kosmetischen Rückenteile im Spiel wie Umhänge und Schals
- Eine neue Rüstung
- Ein neuer Amp-Skin, ein kosmetisches Extra für die Amp-Waffe des Operators
Keiner dieser Gegenstände dürfte allein das Meta verändern. Der Legendary Core ist die nützlichste Belohnung und die, auf die es viele Veteranen abgesehen haben werden. Der Rest ist kosmetisch, aber kosmetische Gegenstände aus einem einmaligen Event werden gern zu Abzeichen für die Spieler, die dabei waren.
Nur eine Chance
Das ist die eigentliche Kernaussage der Ankündigung. Bei Operationen in Warframe geht man normalerweise davon aus, dass man irgendwann eine neue Chance bekommt, wenn man eine verpasst. Taubound bricht damit. Die Belohnungen, die Geschichte und die gemeinsame Anstrengung, das Tor zu öffnen, sind alle darauf ausgelegt, genau einmal stattzufinden, ab dem 15. Oktober, und nie wieder.
Wer eine Weile nicht mehr gespielt hat und überlegt, vor Tau zurückzukehren, hat damit wohl den bisher deutlichsten Grund, sich jetzt wieder einzuloggen, statt bis Dezember zu warten. Diesen Monat laufen in Warframe außerdem die Halloween-Feierlichkeiten, der Oktober wird für die Tenno, wie die Spieler im Spiel genannt werden, also ziemlich voll.
Unsere Einschätzung
Das sieht nach einem bewussten Kurswechsel aus, wie Digital Extremes die Vorfreude auf eine große Erweiterung aufbaut. Statt Tau nur mit Trailern anzuteasern, lädt das Studio die Community ein, beim Vorlauf selbst mitzumachen. Das verleiht dem Release im Dezember schon vorab so etwas wie eine gemeinsame Geschichte. Es passt zum allgemeinen Muster des Spiels, Events eng mit Story-Momenten zu verknüpfen, wie auch aktuelle saisonale Inhalte wie Naberus und Ki'Teer zeigen.
Die größere Frage ist das Einmal-Format. Exklusivität kann Dringlichkeit und unvergessliche Momente erzeugen, sie kann aber auch Spieler frustrieren, die in diesem Zeitraum schlicht nicht spielen können. Es lohnt sich zu beobachten, ob die Laufzeit der Operation Gelegenheitsspielern genug Zeit lässt und ob die Quest Tau Prologue später für Neueinsteiger zugänglich bleibt, die den Story-Zusammenhang brauchen. Wie die Spieler darauf reagieren, könnte mitentscheiden, ob Digital Extremes diesen Ansatz noch einmal wählt.
