Thunderpick wird Titelpartner der Esports Awards 2026

Thunderpick wird Titelpartner der Esports Awards 2026

Bei den Esports Awards steht ein neuer Name ganz oben auf dem Plakat.

Thunderpick hat einen Vertrag über 12 Monate unterschrieben und wird damit Präsentationspartner und offizieller iGaming-Partner der Esports Awards 2026. iGaming ist der Sammelbegriff der Branche für Online-Wetten und Glücksspiel im Netz. Für die Dauer der Vereinbarung läuft die Show unter dem Namen Esports Awards Presented by Thunderpick. Die Verleihung findet am 17. November in Miami statt, über den Wert der Vereinbarung schweigen beide Seiten.

Man könnte das leicht als ein weiteres Logo auf der Bühnenwand abtun. Doch die Vereinbarung reicht weiter als nur bis zum Abend der Preisverleihung.

Mehr als eine Nacht in Miami

Thunderpicks Name wird mit drei bestimmten Auszeichnungen verknüpft: Esports Play of the Month, Esports Play of the Year und Streamer of the Year. Außerdem unterstützt das Unternehmen die ganzjährigen Inhalte der Veranstaltung, darunter eigene Erzählformate. Dazu gehören die Reihe Esports Play of the Month und der Origins Podcast.

Genau das ist der entscheidende Punkt. Die Awards bieten inzwischen das ganze Jahr über Programm, statt zwischen den Verleihungen in der Versenkung zu verschwinden, und Thunderpick hat sich in all das eingekauft. Die Präsenz des Unternehmens beginnt und endet nicht mit einer einzigen Übertragung im November. Sie erstreckt sich über die gesamte Laufzeit der Partnerschaft.

Thunderpick ist nicht der einzige neue Partner. Die Esports Awards haben zudem Hotspawn als Präsentationspartner für drei Nebenveranstaltungen benannt: das Esports Awards Invitational, den Lifetime Achievement Mixer und die PWR UP B2B Conference. Das Ergebnis ist ein Programm, das in einzelne Teile aufgeteilt ist, jeder mit einem eigenen Geldgeber. Die Hauptverleihung und ihre Inhalte liegen bei einem Partner, die weiteren Veranstaltungen bei einem anderen.

Ein Jahrzehnt voller Trophäen

Die Esports Awards gibt es seit mehr als 10 Jahren. Ihr Blick hat sich dabei nie nur auf die Leute am Controller beschränkt. Ausgezeichnet werden Spieler und Teams, aber eben auch Unternehmen, Marken und die Menschen, die hinter den Kulissen arbeiten. Damit deckt die Show einen breiteren Teil der Branche ab als eine schlichte "Bester Spieler, bestes Team"-Veranstaltung.

Im Laufe der Zeit sind auch neue Auszeichnungen hinzugekommen, darunter eine Reihe von Mobile-Preisen. Die Einzelauszeichnungen stehen weiterhin im Mittelpunkt, und die Kategorie für den besten Esports-Spieler gehört nach wie vor zu denen, bei denen das Publikum abstimmen kann.

So stimmt ihr ab - und wann es am meisten zählt

Derzeit sind neun Kategorien für die Abstimmung durch die Fans geöffnet. Dazu gehören:

  • Esports Game of the Year
  • Esports Mobile Game of the Year
  • Streamer of the Year
  • Esports Personality of the Year

Abgestimmt werden kann bis zum 10. November. Wer mitmachen will, sollte auf den Zeitpunkt achten. Jede Stimme, die zwischen dem 3. und dem 10. November abgegeben wird, zählt doppelt. Diese letzte Woche ist praktisch der Endspurt der öffentlichen Abstimmung, und sie endet genau eine Woche vor der Verleihung in Miami.

Die Ankündigung enthielt weder erwartete Zuschauerzahlen noch Reichweitenziele oder Angaben dazu, was sich die Beteiligten von dem Sponsoring erhoffen.

Unsere Einschätzung

Für die meisten Spieler ist die praktische Erkenntnis einfach: Wem es wichtig ist, wer Streamer of the Year oder Esports Game of the Year wird, der sollte sich ein paar Stimmen für das Doppelt-zählt-Fenster Anfang November aufheben.

Das größere Bild dreht sich darum, wer die großen Abende des Esports eigentlich bezahlt. Dass die Präsentationsrechte an ein iGaming-Unternehmen gehen und die Nebenveranstaltungen eigene Partner haben, deutet darauf hin, dass die Awards ihr kommerzielles Risiko streuen, statt sich auf einen einzigen Geldgeber zu verlassen. Dieser Ansatz ist sinnvoll in einer Branche, in der das Geld erkennbar knapp ist. Selbst traditionsreiche Organisationen wie Complexity haben dichtgemacht, während die Anerkennung für Esports anderswo weiter wächst, etwa mit dem Medaillenstatus bei den Asienspielen.

Es lohnt sich zu beobachten, ob ein Wettanbieter als Sponsor der ganzjährigen Inhalte den Ton dieser Geschichten verändert. Und da weder finanzielle Details noch Zuschauerzahlen veröffentlicht wurden, bleibt offen, ob sich dieses Modell über einen einzelnen 12-Monats-Zyklus hinaus als tragfähig erweist.