Neverness to Everness: Pukaland-Patch bringt Blackbird
Pukaland ist kein guter Name für einen Freizeitpark.
Sagt ihn ein paar Mal laut vor euch hin, dann merkt ihr schnell, wo das Problem liegt. Wer aber über die Namensgebung hinwegsehen kann, findet im neuesten Gebiet von Neverness to Everness offenbar jede Menge Spaß. Der jüngste Patch des Gacha-Rollenspiels bringt einen kompletten Freizeitpark ins Spiel, dazu eine neue Stadt, eine neue spielbare Figur und einen ganzen Stapel Events. Dem Trailer nach zu urteilen, haben sich die Entwickler ernsthaft Mühe gegeben, damit der Park mehr ist als ein Witz über seinen Namen.
Willkommen im Park
Pukaland ist die Hauptattraktion dieses Updates und dreht sich um genau das, was man erwarten würde: Fahrgeschäfte und Attraktionen. Spieler können diese Aktivitäten nach und nach abklappern und verdienen dabei eine Währung namens Puka Stars.
Diese Sterne speisen einen netten kleinen Kreislauf. Habt ihr genug gesammelt, könnt ihr sie gegen einen Gold Puka Pass eintauschen, der euch einen kräftigen Rabatt auf die Attraktionen des Parks verschafft. Je mehr ihr also in Pukaland spielt, desto günstiger wird es, weiter in Pukaland zu spielen. Das ist eine in sich geschlossene Wirtschaft für einen in sich geschlossenen Ort, und sie gibt dem Park eine Daseinsberechtigung, die über eine kurze Stippvisite hinausgeht.
Natürlich will nicht jeder seine Abende damit verbringen, für virtuelle Fahrgeschäfte Schlange zu stehen. Für diese Spieler öffnet das Update außerdem St. Arbor, eine neue Stadt am Fuß eines Berges. Damit bietet der Patch eine ruhigere Alternative zum Lärm und den Lichtern des Freizeitparks - und mehr Karte für alle, die einfach gern in einem neuen Gebiet herumstöbern.
Das ist Blackbird
Wir reden hier von einem Gacha-Spiel, also bedeutet ein großer Patch auch eine neue Figur, auf die man ziehen kann. Diesmal ist es Blackbird, und hinter ihr steckt ein starkes Konzept.
Blackbird kann sich in einen Vogel verwandeln und über die Karte flitzen, angetrieben von dem, was das Spiel als Hexenmagie präsentiert. Im Kampf schwingt sie einen Flegel aus Energie. Und all das erledigt sie mit einem absolut riesigen Hut auf dem Kopf, der irgendwie nie herunterfällt. Dem Trailer nach setzt das Design voll auf niedlich, und man versteht sofort, warum die Entwickler sie zum Gesicht dieses Updates gemacht haben.
Sie ist auch nicht bloß eine neue Figur zum Ziehen auf dem Banner. Der Patch enthält Story-Inhalte rund um Blackbird, sodass Spieler, die gern wissen, für wen sie ihre Währung ausgeben, etwas über ihren Hintergrund erfahren.
Was sonst noch drinsteckt
Abseits von Park, Stadt und neuer Hexe füllt das Update die Lücken mit den üblichen Live-Service-Extras. Es gibt mehr von der laufenden Porsche-Kooperation des Spiels, eine Reihe von Events und Login-Belohnungen für alle, die regelmäßig vorbeischauen.
Außerdem läuft ein Fan-Kreativwettbewerb mit Preisen, eine schöne Geste an die Community, die sich rund um das Spiel gebildet hat. Die vollständigen Patchnotes liefern alle Details, und Trailer zu Pukaland und Blackbird gibt es für alle, die vor dem Einstieg einen genaueren Blick darauf werfen wollen.
Unsere Einschätzung
Dieser Patch wirkt wie ein Statement dazu, was für ein Spiel Neverness to Everness sein will. Eine neue Figur und etwas Story gehören zu jedem Gacha-RPG-Update dazu. Ein ganzer Freizeitpark mit eigener Währung und Rabattpass ist dagegen etwas anderes. Das deutet darauf hin, dass die Entwickler die Spielwelt selbst als Produkt sehen und nicht nur als Kulisse zum Freischalten von Figuren.
Das ist wichtig für Spieler, die genug haben von Gacha-Spielen, die sich auf Ziehen, Aufwerten und Wiederholen reduzieren lassen. Ein Ort wie Pukaland, an dem der Belohnungskreislauf in den Aktivitäten steckt statt auf einem Banner-Bildschirm, gibt den Leuten einen Grund zum Einloggen, der nicht direkt ans Geldausgeben gekoppelt ist. Ob die Attraktionen auch nach den ersten paar Besuchen noch überzeugen, ist die eigentliche Frage - und die können nur die Zeit und die Rückmeldungen der Spieler beantworten.
Auch die Porsche-Partnerschaft verdient Beachtung. Markenkooperationen sind in Live-Spielen längst Routine, vom Crossover zwischen Apex Legends und Street Fighter 6 bis zur Five-Nights-at-Freddy's-Kooperation von Fortnite. Ein Autohersteller in einem fantasylastigen Rollenspiel mit Hexen und Freizeitparks passt allerdings deutlich seltsamer ins Bild, und es lohnt sich zu beobachten, ob das Spiel weiter Partner dieser Art an Bord holt oder sie sich für besondere Anlässe aufhebt.
Spannend wird als Nächstes, wie Pukaland und St. Arbor nach dem Start weiter versorgt werden. Bekommt der Park in späteren Patches neue Fahrgeschäfte und Events, könnte er zum festen Treffpunkt werden. Wenn nicht, droht er zur einmaligen Kuriosität zu verkommen. So oder so dürften Blackbird und ihr riesiger Hut fürs Erste viele Spieler beschäftigen.
