Synduality: Echo of Ada geht im Mai 2027 offline
Synduality: Echo of Ada steuert auf das Ende zu. Der PvPvE-Mecha-Extraction-Shooter von Publisher Bandai Namco und Entwickler Game Studio Inc. stellt im Mai 2027 seinen Onlinedienst ein. Das ist die schlechte Nachricht. Die bessere: Das Spiel verschwindet nicht einfach von den Festplatten derer, die dafür bezahlt haben.
Es ist schon eine Weile her, dass Echo of Ada in der Multiplayer-Szene für größeres Aufsehen gesorgt hat, eine solche Ankündigung lag also immer im Bereich des Möglichen. Traurig ist sie trotzdem. Das Team arbeitet stattdessen an einer Offline-Version für Einzelspieler, mit der bisherige Besitzer auch nach dem Abschalten der Server weiterspielen können.
Der Zeitplan
Der Ablauf ist recht überschaubar. Das letzte Update für das Spiel erscheint im Oktober. Danach sind keine neuen Inhalte mehr geplant, das Onlinespiel bleibt aber bis Mai 2027 erreichbar und spielbar. Damit haben Spieler noch mehrere Monate Zeit, um in der Live-Version alles zu erledigen, was sie sich vorgenommen haben, bevor umgestellt wird.
Für Neueinsteiger ist etwas Hintergrund hilfreich. Bei Extraction Shootern geht es darum, in ein feindliches Gebiet vorzustoßen, Beute einzusammeln und lebend wieder herauszukommen. In Echo of Ada sind die Spieler "Drifter", und die Gefahren an der Oberfläche gehen sowohl von KI-Gegnern als auch von anderen Spielern aus. Genau diese Mischung meint die Bezeichnung "PvPvE". Außerdem steuern die Spieler große, stampfende Mechs und arbeiten mit einer KI-Partnerin namens Magus zusammen.
Eine Offline-Version statt eines harten Schnitts
Genau das unterscheidet die Ankündigung von einer gewöhnlichen Abschaltmeldung. Statt das Spiel unspielbar werden zu lassen, arbeiten die Entwickler an einem Offline-Modus. Der behält das Kernprinzip bei, also Beutezüge in riesigen Robotern, verlagert es aber in ein reines PvE-Szenario ganz ohne andere Spieler.
Auch der Fortschritt geht nicht komplett verloren. Ein Teil der Speicherdaten und ein Teil der gekauften Gegenstände wird in die Offline-Version übernommen. Welche Daten und welche Gegenstände das sind, verrät die Ankündigung noch nicht, und genau dieses Detail wird für alle, die echtes Geld im Spiel ausgegeben haben, eine große Rolle spielen.
Das Team schloss seine Mitteilung mit herzlichen Worten:
"Wir als Entwicklungs- und Betriebsteam danken allen Driftern von ganzem Herzen, die bis heute gemeinsam gekämpft und die Gefahren an der Oberfläche überlebt haben, und wissen es sehr zu schätzen, dass ihr die Bindung zu eurer Partnerin Magus vertieft habt", heißt es in der Ankündigung. "Ohne eure herzliche Unterstützung und euer begeistertes Feedback hätten wir den Dienst nicht weiter anbieten können. Unser gesamtes Team wird sich mit aufrichtiger Dankbarkeit darum bemühen, die Offline-Version von Synduality: Echo of Ada zu entwickeln."
Was Spieler jetzt tun sollten
Weitere Informationen zur Offline-Version, darunter welche Inhalte sie umfassen wird und wie der Wechsel dorthin abläuft, sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Bis dahin haben die Entwickler eine FAQ zur Umstellung veröffentlicht. Außerdem gibt es Hinweise zu nicht ausgegebener Ingame-Shop-Währung, wer also noch Guthaben hat, sollte sich das lieber früher als später ansehen.
Unsere Einschätzung
Abschaltungen sind bei Onlinespielen nichts Neues, und Extraction Shooter sind ein überfülltes, gnadenloses Genre. Bemerkenswert ist hier vielmehr, wie mit dem Ende umgegangen wird. Allzu oft verschwindet alles, was ein Spieler gekauft hat, einfach, wenn ein Live-Service-Spiel dichtmacht. Eine Offline-Version mit teilweiser Datenübernahme ist ein respektvollerer Weg, ein Spiel auslaufen zu lassen. Das deutet darauf hin, dass zumindest einige Publisher allmählich ernst nehmen, was Käufer eigentlich besitzen.
Es passt auch zu einem größeren Trend, bei dem Live-Service-Spiele ihr Geschäftsmodell überdenken. Erst diesen Monat hat Quake Champions Free-to-Play aufgegeben und setzt stattdessen auf einen einmaligen Kaufpreis. Bungie wiederum versichert den Spielern, dass Destiny 2 noch nicht am Ende ist. Die Geschäftsmodelle hinter diesen Spielen sind ganz offensichtlich im Umbruch.
Es lohnt sich, genau zu beobachten, wie viel von Echo of Ada den Sprung schafft. Werden die meisten Käufe und Fortschritte übernommen, könnte das ein nützliches Vorbild für andere Studios werden, die vor derselben Entscheidung stehen. Fällt der Offline-Modus dagegen dünn aus, dürfte das Wohlwollen nicht lange anhalten. So oder so werden die kommenden Details mehr verraten als diese erste Ankündigung.
