RuneFest am Samstag: Dragonwilds-Roadmap und RuneScape 2027

RuneFest am Samstag: Dragonwilds-Roadmap und RuneScape 2027

Die RuneFest ist zurück, und Jagex hat einiges zu erzählen.

Die Fanmesse des Studios für RuneScape-Fans findet an diesem Samstag, dem 3. Oktober, statt. Ob mit Ticket vor Ort oder gemütlich von zu Hause aus: Den Zeitplan sollte man vorher kennen. Die RuneFest ist inzwischen der Moment im Jahr, an dem Jagex darlegt, wohin die Reise bei seinen Spielen geht, und diese Ausgabe deckt gleich drei davon an einem einzigen Tag ab.

Dragonwilds macht den Anfang

Los geht es um 9 Uhr Eastern Time beziehungsweise 6 Uhr Pacific Time. Wer aus Europa oder Asien zuschaut, ist je nach Wohnort also mittags oder abends dabei. Den Auftakt macht der RuneScape: Dragonwilds Summit, und damit bekommt Dragonwilds zum ersten Mal einen eigenen Summit auf der Messe.

Er dauert etwa eine Stunde. In dieser Zeit stellen die Entwickler die erste Roadmap des Spiels vor und erklären, was die Spieler nach dem Release von Version 1.0 erwarten dürfen. Das ist der Hauptgrund, früh einzuschalten. Eine erste Roadmap ist eine Absichtserklärung: Sie zeigt, ob ein Studio einen langfristigen Plan für ein Spiel hat oder ihn noch unterwegs ausarbeitet.

Erst Preise, dann das Hauptprogramm

Nach Dragonwilds stehen die Golden Gnome Awards auf dem Programm. Das sind die Auszeichnungen der Messe, und sie liegen im Ablauf zwischen den Panels, die eher nach vorne blicken.

Danach folgt der RuneScape Summit. Hier bekommen Spieler des Free-to-play-MMORPGs einen Einblick, was Jagex für 2027 geplant hat. Das ist ein großer Zeitraum, und der Ausblick kommt in einer turbulenten Phase für das Spiel. RuneScape-Spieler haben sich gerade erst in das Update Havenhythe Part II eingefunden, das das Studio als seine bislang größte Gebietserweiterung angekündigt hatte. Jagex hat außerdem schon vor diesem Update aufgeräumt, und die Spieler behalten die anstehende Entfernung von Mikrotransaktions-Gegenständen im Blick. Ein Ausblick auf 2027 gibt der Community die Chance zu sehen, wie diese Puzzleteile in einen längerfristigen Plan passen.

Den Abschluss des Tages bildet der OSRS Summit. OSRS ist das Community-Kürzel für Old School RuneScape, die eigenständige Version des Spiels, die sich am klassischen Spielerlebnis orientiert. Auch dieses Panel wirft einen Blick darauf, wie es mit dem Spiel weitergeht. Old-School-Spieler hatten in letzter Zeit ihre eigenen Schlagzeilen, darunter die Grand Exchange, die ihre alte Obergrenze durchbrochen hat. Mit reichlich Interesse an diesem letzten Programmpunkt ist also zu rechnen.

Vor Ort oder online dabei

Wer vor Ort ist, kann mehr tun, als nur Panels abzusitzen. Besucher können Fanartikel kaufen, Entwickler und Content Creator treffen und bei weiteren Aktionen auf dem Messegelände mitmachen.

Wer kein Ticket ergattert hat, verpasst die großen Enthüllungen trotzdem nicht. Alle Panels werden auf Twitch und YouTube übertragen, sodass die Roadmap, die Pläne für 2027 und die Neuigkeiten zu Old School live zu sehen sind.

Unsere Einschätzung

Der Ablauf verrät viel über die Prioritäten von Jagex. Dass Dragonwilds den Anfang macht, und das zum ersten Mal mit einem eigenen Summit, deutet darauf hin, dass das Studio das Spiel als tragende Säule der Marke und nicht als Nebenprojekt verstanden wissen will. Eine erste Roadmap nach 1.0 ist dafür der deutlichste Prüfstein. Es lohnt sich darauf zu achten, ob der Plan konkrete Inhalte nennt oder vage bleibt.

Für RuneScape-Spieler ist der Blick auf 2027 wichtig, weil sich das Spiel gerade mitten in einem echten Umbruch befindet: eine große Erweiterung und die geplante Entfernung von Mikrotransaktions-Gegenständen. Leser sollten auf Hinweise achten, dass diese Schritte Teil einer einheitlichen Richtung sind und keine einmaligen Korrekturen.

Old School beschließt die Show, wie so oft, und diese Community geht mit Neuigkeiten meist hart ins Gericht. Wie Jagex drei Zielgruppen an einem Tag unter einen Hut bringt, könnte mehr über die Zukunft des Studios aussagen als jede einzelne Ankündigung.