Last Epoch Saison 5: Rage of the Frostborn ist gestartet

Last Epoch Saison 5: Rage of the Frostborn ist gestartet

Last Epoch hat eine neue Saison. Saison 5 mit dem Titel Rage of the Frostborn ist im Multiplayer-Online-Action-Rollenspiel offiziell gestartet und bringt neue Mechaniken, eine neue Art von Zufallsbegegnung, einen frischen Endgame-Boss, zusätzliche Klassenfähigkeiten und eine lange Liste weiterer Änderungen mit.

Für alle, die nur auf einen Grund gewartet haben, einen neuen Charakter zu erstellen, ist das ein ordentliches Paket. Das Hauptaugenmerk liegt aber klar auf der saisonalen Begegnung, und die basiert auf einer einfachen Idee: Schnell töten und dann überleben, was danach auf dich zurückkommt.

Rage of Morditas: Ein Kampf in zwei Teilen

Herzstück der Saison ist Rage of Morditas, eine Zufallsbegegnung, über die Spieler beim Spielen stolpern können. Sie läuft in zwei Phasen ab.

Zuerst läuft ein Timer. Ziel ist es, so viele Gegner wie möglich niederzumetzeln, bevor die Zeit abläuft. Dieser Teil ist für alle, die schon einmal ein Action-Rollenspiel gespielt haben, vertrautes Terrain - schließlich macht es den halben Spaß aus, den Bildschirm möglichst schnell von Monstern zu säubern.

Der Clou kommt danach. Sobald die Zeit abgelaufen ist, bildet sich eine Arena, und jeder Gegner, den du in der Zeitphase getötet hast, kehrt zurück und greift dich gleichzeitig an. Mit anderen Worten: Je besser du im ersten Teil warst, desto größer ist die Meute, mit der du es im zweiten zu tun bekommst. Das ist ein cleverer Kniff, denn so wird deine eigene Effizienz zur Quelle der Herausforderung. Ein Build, der Gegnergruppen im Eiltempo zerlegt, muss jetzt beweisen, dass er auch etwas einstecken kann, wenn die ganze Rechnung auf einmal fällig wird.

Wer als Sieger hervorgeht, wird für die Mühe mit einzigartigen Belohnungen bedacht. Die Quelle verrät nicht im Detail, worum es sich dabei genau handelt, wer also Genaueres wissen will, sollte einen Blick in die Patchnotes werfen.

Morditas selbst wartet im Endgame

Die Rage-of-Morditas-Begegnungen sind außerdem direkt mit dem Endgame von Last Epoch verknüpft. Wer sie im Monolith of Fate - dem Endgame-Modus des Spiels - abschließt, erhält die Chance, Morditas persönlich in einem brandneuen Endgame-Bosskampf herauszufordern.

Damit ist die Saisonmechanik mehr als eine Nebenbeschäftigung. Sie führt zu einer Jagd mit echtem Ziel, und genau das braucht eine Saison, wenn sie die Leute auch nach der ersten Woche noch zum Einloggen bewegen will. Ein neuer Boss an der Spitze gibt engagierten Spielern ein klares Ziel - ganz ähnlich wie bei anderen Spielen des Genres, die immer wieder härtere Endgame-Herausforderungen nachliefern, um ihr treuestes Publikum bei der Stange zu halten.

Für die ehrgeizigsten Spieler gibt es noch eine zusätzliche Ebene. Saison 5 umfasst ein World-First-Rennen um den Sieg über Pinnacle Morditas. Wenn du zu denen gehörst, die gern gegen den Rest der Community um den ersten Kill wetteifern, solltest du dir für dieses Event den Kalender freiräumen. Wenn nicht, ist der Boss auch dann noch da, wenn du bei ihm ankommst.

Neue Fähigkeiten für drei Klassen

Abseits der großen, wütenden Gemetzel erweitert Saison 5 auch die Möglichkeiten einiger Klassen. Paladin, Shaman und Bladedancer erhalten jeweils neue Fähigkeiten.

Neue Fähigkeiten sind oft genau das, was Rückkehrer dazu bringt, einen anderen Build auszuprobieren, und da gleich drei Klassen etwas Neues bekommen, dürfte es in den ersten Tagen der Saison reichlich Raum zum Experimentieren geben. Rechne mit dem üblichen Ansturm von Spielern, die testen, welche Kombinationen sich gegen die neue Begegnung und vor allem gegen Morditas am besten schlagen.

Auch Fraktionen, Klassen und Gegenstände werden überarbeitet

Wie man es von einem Saisonstart erwarten kann, endet das Update nicht bei neuen Inhalten. Die drei Fraktionen von Last Epoch werden überarbeitet, und auch an den Klassen und Gegenständen des Spiels gibt es weitreichende Änderungen.

Die vollständigen Patchnotes werden als umfangreich beschrieben, und das scheint angesichts dessen, was hier alles angefasst wird, durchaus berechtigt. Wer gern jede Zahl verstehen will, bevor er einen neuen Charakter beginnt, sollte sich etwas Zeit zum Durchlesen nehmen. Alle anderen können einfach loslegen, mit dem Gemetzel beginnen und sich die Details unterwegs erschließen.

Unsere Einschätzung

Saison 5 wirkt eher wie ein durchdachtes, fokussiertes Update als wie ein ausuferndes. Die Rage-of-Morditas-Mechanik ist der spannendste Teil, weil sie Tempo belohnt und Übermut sofort bestraft. Diese Art von Risiko-Belohnungs-Schleife passt gut zu einem Action-Rollenspiel, und die Verknüpfung mit einem neuen Endgame-Boss gibt der gesamten Saison ein klares Rückgrat.

Das fügt sich auch in ein größeres Muster ein. Saisonmodelle sind zum Standard geworden, mit dem Action-Rollenspiele ihre Spieler bei der Stange halten, und auch die Konkurrenz setzt verstärkt darauf - Blizzard etwa hat erklärt, dass die Saisons von Diablo 4 weitergehen, auch nachdem Diablo 5 erschienen ist. In diesem dicht besetzten Feld zählt ein eigenständiger saisonaler Aufhänger mehr denn je.

Spannend ist jetzt vor allem, wie das World-First-Rennen um Pinnacle Morditas verläuft und ob die neuen Fähigkeiten für Paladin, Shaman und Bladedancer die Rangordnung der dominierenden Builds durcheinanderwirbeln. Sollte sich die Arenaphase als zu gnadenlos oder zu leicht erweisen, wäre es nicht überraschend, wenn im Laufe der Saison noch Balance-Anpassungen folgen.