Star Citizen: Q&A zu Flugmodell, Schaden und Missionen

Star Citizen: Q&A zu Flugmodell, Schaden und Missionen

Star Citizen hat ein Kommunikationsproblem. Zumindest scheint CIG das so zu sehen.

Vor ein paar Wochen hat der Entwickler den Spielern einen regelmäßigeren Austausch versprochen, und zu diesem Versprechen gehörte auch eine neue Q&A-Videoreihe. Die erste Folge der Sendung mit dem Titel 10 From the Community ist jetzt online. Sie dauert etwas über eine halbe Stunde. Wer sich das nicht komplett ansehen möchte, findet hier die wichtigsten Punkte.

Flugänderungen kommen zuerst über Squadron 42

Die erste Frage zielte direkt auf das Flugmodell, und die Antwort dürfte langjährigen Unterstützern bekannt vorkommen. Das überarbeitete Flugmodell ist in Squadron 42 bereits spielbar, also in dem Einzelspielerspiel, das parallel zu Star Citizen entsteht. Von dort aus soll es in das persistente Universum übertragen werden.

Die Änderungen sind nicht gering. Die Master Modes fallen weg, an ihre Stelle tritt eine individuell anpassbare Schiffstechnik. Außerdem gibt es einen neuen Quantum Boost, den Piloten jederzeit nach Belieben auslösen können.

Beim Thema Schiffstechnik fiel die Einschätzung ungewöhnlich offen aus. Die Entwickler gaben zu, dass das System noch nicht dort ist, wo es sein sollte, und bezeichneten es als enttäuschend. Sie wollen weiter daran feilen und es ausbauen, sobald die damit verbundenen Spielsysteme an den Start gehen. Einen Zeitplan gibt es dafür natürlich nicht, aber immerhin ein Eingeständnis, auf das viele Spieler wohl gewartet haben.

Maelstrom funktioniert, nur noch nicht in Star Citizen

Beim Thema Schiffe ging es auch um Maelstrom, das neuere Zerstörungsmodell des Spiels. Wie die Flugänderungen funktioniert es bereits in Squadron 42 und muss den Sprung zu Star Citizen erst noch schaffen.

Die Entwickler stellten klar, dass es sich dabei nicht um simples Kopieren und Einfügen handelt. Eine Einzelspielerkampagne hat nicht mit denselben Problemen zu kämpfen wie ein Massively-Multiplayer-Spiel. Maelstrom muss netzwerkfähig gemacht werden und in der Größenordnung bestehen, in der Star Citizen läuft. Das sind nur zwei der Schwierigkeiten, die das Team nannte. Trotzdem war es den Entwicklern wichtig zu betonen, was es bedeutet, sobald es da ist: Maelstrom wird die bisherige Art ersetzen, wie Schiffe Schaden berechnen und auseinanderbrechen.

Warum große Missionen immer wieder kaputtgehen

Die schärfste Frage lautete, warum die größeren Missionen in Star Citizen so oft schon ein oder zwei Patches nach ihrer Veröffentlichung verbuggt oder unspielbar sind. Wer sich schon einmal für eine dieser Missionen angestellt hat, nur um sie dann kaputt vorzufinden, weiß genau, warum diese Frage es in die Auswahl geschafft hat.

Kurz gesagt läuft die Antwort auf zwei große Faktoren hinaus. Der erste ist die schiere Komplexität und Größe des Spiels. Der zweite sind fehlende Validierungstests. Laut den Entwicklern wird daran gearbeitet, die Lage zu verbessern. Wie schon zuvor lieferte die Folge allerdings eher Versprechen als Details.

Der Rest der Liste

Die übrigen Fragen deckten eine bunte Themenmischung ab. Spieler wollten wissen, ob An- und Abmelden einfacher werden, und was das Werkzeugset "missions 2.0" sowohl für das Spiel als auch für die Leute bedeutet, die damit arbeiten. Außerdem gab es die Zusicherung, dass Updates für Medizin und Respawn weiterhin kommen. Wer jedes Detail wissen will, kann sich das komplette Video ansehen.

Unsere Einschätzung

Das Spannendste ist hier keine einzelne Funktion, sondern der Ton. Das eigene Technik-System als enttäuschend zu bezeichnen und fehlende Validierungstests als Grund für kaputte Missionen anzuführen, ist offener, als es Studio-Q&As normalerweise sind. Wenn CIG das beibehält, könnte die Reihe zu einem wirklich nützlichen Einblick in das Projekt werden, ähnlich wie andere Entwicklerrunden, etwa das jüngste Q&A von Pantheon zur Roadmap.

Offenheit ist aber noch keine Umsetzung. Ein wiederkehrendes Thema dieser Folge ist, dass die guten Sachen - das neue Flugmodell und Maelstrom - zuerst in Squadron 42 stecken und bei der Übertragung noch Probleme zu lösen sind. Das deutet darauf hin, dass Spieler im persistenten Universum wohl noch eine Weile warten müssen. Da die Einnahmen im September im Jahresvergleich gesunken sind, lohnt es sich zu beobachten, ob diese Offenheit in den nächsten Patches zu sichtbaren Verbesserungen führt, vor allem bei der Stabilität der Missionen.